3 Gründe, warum du nichts zum Anziehen hast

Nichts zum anziehen Stilberatung Juliane RikirschHallo meine Liebe,

stell' dir vor, es ist Montagmorgen, 7.53 Uhr. Du hast noch zehn Minuten bis du aus dem Haus musst.

Eigentlich warst du gut in der Zeit. Eigentlich…

Du bist extra eine halbe Stunde früher aufgestanden, um ausgiebig zu frühstücken.

Du hast dich geduscht, geschminkt und dir die Haare gemacht, ja, du warst total glücklich, dass alles so gut geklappt hat und du heute nicht erst um kurz vor knapp auf der Arbeit erscheinst.

Eigentlich...denn seit gut einer halben Stunde stehst du, immer noch in Unterwäsche, vor deinem Kleiderschrank und probierst ein Kleidungsstück nach dem nächsten an.

Während dein Schrank immer leerer wird, wird der Berg auf deinem Bett immer größer und dein Gesichtsausdruck immer verzweifelter.

Du schaust auf die Uhr und Schweißperlen treten dir auf die Stirn, denn sie zeigt mittlerweile 7.56 Uhr an. Noch sieben Minuten um pünktlich zu sein.

Du bist kurz davor, eine hollywoodreife Drama-Szene hinzulegen, theatralisch auf die Knie zu fallen und mit weinerlicher Stimme ein „Ich habe nichts zum Anziehen !!“ zu schluchzen.

Doch „Scheiß drauf“, denkst du dir und greifst zu der Jeans, die du am Freitag bereits an hattest und zum erstbesten Oberteil, dass dir in die Finger kommt.

Voller Hektik schlüpfst du in deine Turnschuhe und angelst dir deine Handtasche vom Kleiderhaken, um dann fluchtartig deine Wohnung zu verlassen.

Du betest zu allen möglichen Mächten, dass die Straßen frei sind und kein Traktor vor dir her tuckert, um wenigstens noch pünktlich zu sein.

Dieses Szenario, meine Liebe, spielt sich jeden Tag (nicht nur montags morgens) in den Schlafzimmern vieler Frauen ab.

Eine ganze Zeit lang war genau das mein morgendliches Ritual:

Frühstücken, duschen, Kleiderschrank ausräumen, panisch das Haus verlassen...und sich dann den ganzen Tag unwohl fühlen, weil ich es wieder nicht geschafft hatte, gut angezogen und entspannt zur Arbeit zu kommen. Stattdessen war ich gehetzt und unzufrieden mit mir und meinem Aussehen.

Warum ist das so ? Warum fällt es uns so schwer, uns – nicht nur morgens – das Passende zum Anziehen herauszusuchen und dann den ganzen Tag entspannt und glücklich zu verbringen ?

Bei meiner Recherche zu diesem Thema bin ich auf einige Themen gestoßen, die uns das Anziehen schwer machen. Gleichzeitig gebe ich dir ein paar Tipps mit auf den Weg, wie du aus dem Dilemma herauskommen kannst, ohne dafür dein Konto plündern zu müssen.

 

1. Du hast zu viel zum Anziehen

 

Schon mal darüber nachgedacht, dass der Grund, warum du nichts zum Anziehen hast, der ist, dass du zu viel zum Anziehen hast ?

Das mag jetzt ein bisschen paradox klingen, aber ich denke sogar, dass das der Hauptgrund ist, warum wir vermeintlich nichts zum Anziehen haben.

Wie viel von dem, was dein Schrank beheimatet, ziehst du hundertprozentig gerne an und fühlst dich hundertprozentig wohl darin ? Ich wette mit dir, es ist nur ein Bruchteil dessen was du besitzt.

Vielleicht hast du auch Sachen im Schrank, deren Tage schon längst gezählt sind, du dich davon aber nicht trennen kannst oder magst, weil sie mal viel Geld gekostet haben.

Das verursacht, dass du keinen Überblick darüber hast, was du eigentlich alles besitzt und vernebelt dir den Blick dafür, was gut zusammen passt und deinem Wohlfühl-Stil entspricht.

Mein Tipp:

Nimm dir Zeit und räume deinen Schrank mal aus. Keine Sorge, du musst nichts weggeben.

Es geht erst einmal darum, Ordnung zu bekommen. Sortiere deine Lieblingsteile auf einen Haufen und schau dir mal an, welche Farben da liegen und welche Stile du gerne trägst, worin du dich wohlfühlst. Das ist ein guter Kompass für dich, um morgens schnell zu einem Wohlfühl-Outfit zu kommen.

Die anderen Sachen schaust du dir genau an. Ich bin überzeugt davon, dass dir ein Licht aufgeht, warum du jetzt genau dieses oder jenes Teil eher stiefmütterlich behandelst und nicht so gerne trägst. Ob es dann wieder in deinen Schrank einziehen darf, bleibt deine Entscheidung.

Bei mir folgte darauf eine große Ausmist-Aktion, nach der mein Schrank nur noch halb so voll war, ich aber genau wusste, was ich habe und wie ich es gerne kombiniere. Das hatte für mich einen enormen AHA-Effekt.

 

2. Du hast zu viele Einzelgänger

 

Du liebst bunte Farben und ausgefallene Muster, egal, ob auf Hose, Jacke, Shirt oder Socken. In deinem Schrank ist viel los und das ist auch völlig in Ordnung, denn es spiegelt deine Lust am Leben wieder.

Dennoch stehst du oft davor und fühlst dich wie ein Papagei, denn der gepunktete Rock möchte nicht so recht zum gestreiften Oberteil und der geblümten Jacke passen.

Was dir fehlt sind einige Basic-Teile, die sich gut in deine vorhandene Garderobe einfügen und deine geliebten Muster besser hervorheben.

Mein Tipp:

Überlege dir ein bis zwei Farben, die deine bunten und gemusterten Kleidungsstücke toll hervorheben würde und mache dir eine Liste, was du an Basics benötigst.

Zum Beispiel könntest du dich für ein marineblau entscheiden, dass easy zu kombinieren ist und mit vielen Farben toll aussieht. Dann schau mal, was du brauchst: eine Jeans, eine Businesshose, einen Rock oder eine Strickjacke ? Was würde deinen Stil unterstützen, womit kannst du die meisten Outfits zusammenstellen ? Danach erstellst du dir dann eine Einkaufsliste und fokussierst dich beim nächsten Shopping-Tag genau darauf. Eines solltest du allerdings beachten: deine Basics sollten unifarben d.h. einfarbig und ohne Muster sein ;)

 

3. Du hast zu viele Basics

 

Schwarz, weiß, blau, grau. Alles unifarben...bah, ist das langweilig, denkst du dir oft, aber weißt nicht so recht, was du anders machen sollst.

Mit bunten Farben stehst du ein wenig auf Kriegsfuß, weil du nicht genau weißt, welche dir stehen und gefallen.

Du hättest gerne etwas mehr Aufregung in deinem Kleiderschrank.

Mein Tipp:

Herzlichen Glückwunsch, du hast den Jackpot geknackt!

Denn der Vorteil an deiner Garderobe ist, dass Vieles schon zusammenpasst und die Basis bereits da ist. Das heißt, der Tortenboden ist vorhanden und du brauchst ihn nur noch nach Lust und Laune verzieren.

Fang einfach klein an mit dem ein oder anderen Tuch in einer Farbe deiner Wahl. Lass dich dabei von deinem Gefühl leiten. Du brauchst auch nicht gleich ganz tief in den Farbtopf zu greifen, sondern kannst dich langsam herantasten. Vielleicht mal ein paar Ohrringe in einem schönen Pink ? Oder ein gemustertes Tuch in Petrol ? Ein rotes T-Shirt, na ? Oder vielleicht doch lieber bordeaux ?

Und wenn du doch feststellen solltest, dass Farbe absolut nicht dein Ding ist, kannst du deine Garderobe mit unterschiedlichen Stoffstrukturen oder Mustern aufpeppen. Warum nicht zur schwarzen Hose mit weißem Shirt eine weiße Jacke aus Bouclé oder Jacquard tragen ?

Nur Mut, du kannst nichts falsch machen :)

 

Und ? Bei welchem Grund hast du nickend vor deinem Computer gesessen oder dich ertappt gefühlt? Es gibt bestimmt noch mehr Gründe, warum wir uns schwer tun mit unserer Garderobe. Dabei bin ich der Meinung, dass wir es uns gerade hierbei, so leicht wie möglich machen dürfen, um uns wohlzufühlen.

Welche weiteren Gründe hast du, die dir das Leben im Bereich Kleidung schwer machen ? Welche „Probleme“ hast du für dich auf besondere Art und Weise gelöst ?

Schreib' es mir gerne in die Kommentare !

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Deine Juliane Mission Stilikone

 

 

 

 

 

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